Das Manifest · Stand Juni 2026

Das Manifest des
Kilowatt Collective

Wir alle laden. Manche von uns jeden Tag. Wir machen es richtig, wir fahren elektrisch, auch weite Distanzen und über die Autobahnen Europas. Doch der Markt hängt schief, es gibt kaum Klarheit über Ladepreise und es herrscht das konstante Gefühl draufgezahlt zu haben. Wäre es mit einer der anderen Apps oder Karte günstiger gewesen? Lohnt sich ein Abo?

Fünfzig Prozent Unterschied für denselben Strom. Das ist heute in Europa immer noch Realität.

Das ist kein Markt, der gesund wachsen kann und auch die neuen Elektroautofahrer:innen begeistert. Das ist ein Spiel, bei dem die Regeln ohne uns geschrieben werden.

In diesem Spiel verhandeln alle. Die Autohersteller verhandeln Rabatte für ihre Kunden. Die Flotten verhandeln Konditionen für ihre Fahrer. Die Ladebetreiber verhandeln Allianzen untereinander. Nur wir verhandeln nicht. Wir zahlen, was übrig bleibt.


Das endet hier.

Wir sind die, die laden. Wir sind die Masse hinter jeder Kilowattstunde. Was uns fehlt, ist ein Ort, an dem unsere Stimmen zusammenfließen.

Kilowatt Collective ist dieser Ort. Wir bündeln, was wir gemeinsam laden. Wir verhandeln, was uns gemeinsam zusteht.

Kein Abo bei einem Anbieter. Keine Treue gegen Rabatt. Sondern: organisierte Konsumentenmacht. Eine Genossenschaft für das einundzwanzigste Jahrhundert.

Das hier ist kein Aufstand gegen die Regeln, sondern mit ihnen. Die EU-Verordnung erlaubt ausdrücklich, dass über Mengen verhandelt wird. Wir sind die Menge.


Wir sind keine Kunden.
Wir sind ein Kollektiv.

Du fährst nicht allein. Du lädst nicht allein. Du verhandelst nicht mehr allein.

Kilowatt CollectiveMai 2026
Porträt des Initiators des Kilowatt Collective

— Der Initiator

Sören
Ziems

Warum ich das mache

Seit vielen Jahren fahre ich elektrisch – nicht, weil es bequem war, sondern weil ich überzeugt bin: So sieht Mobilität richtig aus. Leiser, sauberer, unabhängiger. Jeder Kilometer ein kleines Versprechen, dass es besser geht.

Viele von uns sind diesen Weg gegangen. Wir haben nicht auf die perfekte Infrastruktur gewartet – wir sind losgefahren und haben den Markt überhaupt erst möglich gemacht. Und genau dieser Markt hat sich gegen uns organisiert: Anbieter, Hersteller, Flotten – alle haben ihre Hebel. Nur die, die laden, sitzen nicht am Tisch.

Es gibt Preishebel.
Lasst sie uns nutzen.

Ich kenne diese Seite von innen. Bei elvah habe ich erlebt, wie in der Anbieterwelt gedacht und gerechnet wird — und wie biegsam ein Kundenversprechen wird, wenn Marge und Marktmacht entscheiden. Ich habe keine Preise gemacht. Aber ich weiß, wie sie entstehen. Diesmal sitzen wir mit am Tisch. Gemeinsam.

Kilowatt Collective ist der Tisch, an dem endlich auch die Seite sitzt, die zahlt. Je mehr wir sind, desto stärker verhandeln wir. Steig ein – und lade zu Bedingungen, die wir gemeinsam durchsetzen.

S. ZiemsJuni 2026

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